Version LX

PERSONEN
Könige


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ROMULUS
NUMA POMPILIUS
TULLUS HOSTILIUS
ANCUS MARCIUS
TARQU. PRISCUS
SERVIUS TULLIUS
TARQU. SUPERBUS

ZITATE

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Die Geschichte Roms beginnt mit der legendären Gründung der Stadt am 21. April 753 v.Chr. durch Romulus. Die auf den Gründer und ersten Herrscher folgenden sechs Könige wirken wie dieser heute eher in die Mythologie entrückt, denn als gewöhnliche Menschen. Doch hatte ihr Wirken einen solchen Bestand, dass schon die antiken Historiker über ihre Amtszeiten und Taten so gut Bescheid wussten, um das Gründungsdatum der Stadt errechnen zu können. Allerdings wurden fehlende Informationen einfach mit der Sagenwelt aufgefüllt, um eine frühe Grösse Roms zu schaffen. Tacitus selbst zweifelte an allen Geschichten und handelte die Königszeit lediglich mit dem Satz Urbem Romam a principio reges habuere. (Die Stadt Rom beherrschten in allererster Zeit Könige) ab.

Mit seinem Tod, wurde Romulus zu den Göttern entrückt und als Stadtgründer Romulus-Quirinus verehrt. Die römische Volksversammlung trug die Königswürde Numa Pompilius, einem angesehenen und weisen Mann, an. Seiner äusserst friedlichen Herrschaft folgte der kriegerisch ambitionierte Tullus Hostilius. Sein Nachfolger Ancius Marcius orientierte sich wieder an einer Friedenspolitik, war jedoch gezwungen Krieg gegen aufständische Städte unter römischer Herrschaft zu führen.

Der zugewandete Tarquinius Priscus konnte die Volksversammlung überzeugen, ihn als König einzusetzen. Die Familie bestand aus mehreren Mitgliedern, so ist etwa ein Gnaeus Tarquinius bezeugt. Nach einer für Rom ruhmreichen Regierungszeit wurde Priscus auf Geheiss der Söhne von Ancus Marcius ermordet. Durch die Umsicht der Königin gelangten nicht die Königsmörder, sondern Servius Tullius auf den Thron.

Nach langer Regierungszeit wurde aber auch dieser von einem Sohn seines Vorgängers ermordet. Tarquinius Superbus errichtete eine Gewaltherrschaft und festigte die Macht Roms in Latium. Durch das schändliche Verhalten seines Sohnes Sextus empörte sich das römische Volk gegen die Gewaltherrschaft und 510 v.Chr. wurde die 244 Jahre währende Monarchie - und damit die etruskische Fremdherrschaft - gestürzt.

Erstmals übernahmen mit Lucius Iunius Brutus und Lucius Tarquinius Collatinus zwei Konsuln die höchste Amtsgewalt. Die Einrichtungen des römischen Staates benötigten aber noch zwei Jahrhunderte, bis sie ihre endgültigen republikanischen Formen annehmen konnten.

Statue des Numa, die ursprünglich einen langen Bart hatte, der nun abgebrochen ist. Die Binde um seine Stirn weist ihn als Priester aus.


 

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(PL)